Das Pogo ist ein Tanz, bei dem die Tänzer auf und ab springen, während sie entweder an Ort und Stelle bleiben oder sich bewegen. Der Tanz hat seinen Namen von seiner Ähnlichkeit mit der Verwendung eines Pogo-Sticks, insbesondere in einer gängigen Version des Tanzes, in der ein Individuum seinen Oberkörper gerade hält, seine Arme steif und seine Beine eng beieinander. Pogo-Tanzen wird am häufigsten mit Punkrock in Verbindung gebracht und ist ein Vorläufer von Moshing.

Die Geschichte des Tanzes

In The Filth and the Fury behauptete der Sex Pistols-Bassist Sid Vicious, er habe den Tanz in den Anfängen der Londoner Punkszene etwa 1976 bei Punkshows erfunden. Vicious hat den Tanz angeblich erfunden um Leute zu verspotten, die zu Sex Pistols kamen, aber nicht Teil der Punk-Bewegung waren. Ob Vicious den Tanz tatsächlich erfand oder nicht, der Pogo wurde schnell eng mit Punkrock verbunden. Shane MacGowan, der selbst ein früher Anhänger der Punkszene ist, schreibt Vicious auch Pogo-Tanzen zu und behauptet, dass ein Lederponcho, den er bei Auftritten trug, ihn von jeglicher Form des Tanzens abhält, außer vom Auf- und Abspringen.

Der Tanzstil

Die grundlegenden Schritte ermöglichen eine Vielzahl von Interpretationen, von denen einige recht gewalttätig erscheinen können. Pogo-Tänzer haben die Wahl zwischen:

  • Ihre Körper gerade zu halten.
  • Ihre Arme steif an den Seiten an sich zu legen oder wild mit ihnen herumzuschlagen.
  • Die Beine zusammenhalten oder damit schnell herumzutreten. Viele Tänzer springen rasch auf und ab und springen dabei auch in eine beliebige Richtung oder drehen Sie sich in der Luft. Gelegentlich kollidieren Tänzer, aber dies ist nicht unbedingt Teil des Pogo-Tanzes. Ein nicht informierter Zuschauer könnte den Eindruck haben, dass sich die Tänzer gegenseitig angreifen. Menschen werden manchmal beim Pogo verletzt, aber meistens werden Pogo-Tänzer die zu Boden fallen aufgerichtet, anstatt mit Füßen getreten zu werden. Es besteht ein allgemeines Verständnis, dass das Pogoing Spaß machen und kein Kampf sein soll. Als der aggressivere Hardcore-Punk in den frühen 1980er Jahren auftauchte, wurde das Tanzen gewalttätiger und entwickelte sich zu Moshing- und Slam-Tänzen, bei denen Tänzer herumlaufen und springen, absichtlich gegeneinander stoßen und auch zuschlagen. Pogo hat mittlerweile 40 Jahre Tanztradition auf dem Buckel. Gerade auf den bereits erwähnten Punk-Konzerten kommt erst richtig Stimmung auf, wenn möglichst viele Menschen dem Pogo-Tanz beiwohnen. Ein Konzert auf dem nicht gepogt wird gilt in der Punk-Szene als langweilig und daher schlechtes Konzert. Der Startpunkt des Pogos ist zumeist in der Mitte des Publikumsraums zu finden und kann sich über die ganze Halle ziehen.